20 Fragen – Ein Spiel/eine Methode zum „MethodenkofferMittwoch“

Eine Methode, die ich sehr gerne im Deutsch- und Sachunterricht nutze, nenne ich „20 Fragen“!

Vielleicht kennt einer von euch das Spiel „20 Questions“ aus dem englischsprachigen Raum?! (keine Ahnung, ob es das auch in Deutschland gibt…) Dieses Spiel habe ich etwas umgewandelt und gerne zu Beginn oder zum Ende einer Unterrichtsstunde gespielt.

20 Fragen

Es geht darum, dass die Kinder durch geschicktes Stellen von max. 20 Ja-Nein-Fragen vom Allgemeinen immer mehr zum Konkreten gelangen.

Ich notiere einen Gegenstand/Konzept/… auf die Rückseite der Tafel, z.B. Sonnenblume. Anschließend stellen die Kinder Fragen – maximal 20, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Alleine das, ist für Grundschüler schon schwierig. Nach 20 gestellten Fragen ohne Lösung habe ich „gewonnen“ und gebe die Lösung bekannt. Benötigen die Kinder weniger Fragen, haben sie gewonnen! (Ich führe an der Tafel eine Strichliste, da die Kinder es mögen, wenn sie in einer nächsten Runde weniger Fragen benötigten als vorher….)

Das Kind kann beispielsweise fragen: Ist es lebendig? Antworte ich mit „Ja“, darf das gleiche Kind eine weitere Frage stellen; bei „Nein“ ist ein anderes Kind dran.

Bevor wir „20 Fragen“ das erste Mal gespielt haben, haben wir uns über zielführende und nicht-zielführende Fragen unterhalten. Z.B. ist die Fragen „Ist es grün?“ zu konkret und damit zu Beginn des Spiels nicht zielführend. (Nachtrag: Weil mich jetzt einige Anfragen erreichen: Natürlich habe ich nicht die Worte „zielführend“ oder „geschlossen“ genutzt. Wir haben über unterschiedliche Fragen gesprochen, dann das Spiel gespielt und danach nochmal besprochen, welche Fragen hilfreich waren! Das hat gut geklappt! Irgendwann fingen die Kinder von alleine an, sich zu helfen, wenn Fragen zu konkret waren oder wenn es keine Ja-Nein-Frage war.)

Für mich sehe ich mehrere Vorteile in dieser Methode:

  • Die Kinder müssen sich gegenseitig zuhören.
  • Die Kinder lernen geschlossene Fragen gezielt einzusetzen.
  • Die Kinder müssen mitdenken (das ist leider bei vielen nicht selbstverständlich).
  • Die ganze Klasse spielt gegen die Lehrperson – ist irgendwie immer wieder ein Anreiz! 🙂
  • Die Kinder lernen immer mehr gezieltere Fragen zu stellen, um vom allgemeinen Unbekannten zum Konkreten zu gelangen. Dies erfordert logisches Denken, was leider auch häufig auch nicht mehr zu Hause gefördert wird.
  • Ich – als Lehrperson –  benötige kein Material –> kostengünstig, schnell, immer einsetzbar.
  • Ich kann damit sinnvoll „Lücken“ im Unterricht füllen.
  • Ich kann die Kinder mit einem Spiel „loben“ und gleichzeitig Kompetenzen fördern.
  • Im Sachunterricht kommt man mit dieser Methode schnell zum Philosophieren: Was bedeutet „lebendig“? Ist eine Pflanze lebendig? Für Grundschüler schwierige Konzepte.

Angefangen mit 20 Fragen habe ich übrigens in Mitte Klasse 1.

Übrigens kann man 20 Fragen auch super im Auto/Zug… mit den eigenen Kindern spielen! 🙂


Den MethodenkofferMittwoch habe ich bei Instagram gestartet, da ich noch weiß, wie begeistert ich im Referendariat war, wenn ich bei anderen erprobte Methoden kennengelernt habe.

Jeder kann sich gerne beteiligen und seine erprobten Lieblingsmethoden mit der Lehrer-Community teilen. Wenn die Hashtags #methodenkoffermittwoch oder #pnuts_pnuts genutzt werden, werde ich jeden Mittwoch einige von euren Lieblingsmethoden teilen. Werde ich bei Instagram verlinkt, sehe ich eure Beiträge noch schneller. 

Ich freue mich sehr über eine rege Beteiligung!


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2 Antworten auf „20 Fragen – Ein Spiel/eine Methode zum „MethodenkofferMittwoch““

  1. Hallo,
    danke, dass du mir diese tolle Methode wieder ins Gedächtnis gerufen hast. Sie ist tatsächlich etwas in Vergessenheit geraten. Den MethodenkofferMittwoch finde ich eine super Idee!
    Viele Grüße, Chris

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